Online Kunden-Gewinnungs-System: Was es leistet — und was es von dir verlangt
Eine ehrliche Einordnung zwischen Marketing-Versprechen und Unternehmeralltag — ohne Schönfärberei
Veröffentlicht am 11. Juli 2026

Es gibt diesen Moment, den viele Selbstständige kennen: Der Kalender ist voll, die Aufträge laufen — und trotzdem beschleicht einen das Gefühl, dass das Ganze auf Sand gebaut ist. Kommen die nächsten Kunden über eine Empfehlung? Über einen glücklichen Zufall? Über die eine Werbeaktion, die vielleicht zündet und vielleicht auch nicht? Genau hier setzt das Online Kunden-Gewinnungs-System an — und genau hier lohnt ein nüchterner Blick, jenseits von Hochglanz-Versprechen und pauschaler Skepsis.
Im Netz kursieren zu Programmen dieser Art meist zwei Erzählungen: die vom mühelosen Umsatz auf Autopilot und die vom angeblichen Blendwerk. Beide führen in die Irre. Wer vor einer Entscheidung steht, braucht weder Euphorie noch Alarm, sondern eine ehrliche Einordnung: Was bekommt man, was ist realistisch — und wo genau beginnt die eigene Arbeit?
Was das Online Kunden-Gewinnungs-System ist
Zunächst die nüchternen Fakten. Hinter dem System steht die Marke Mehr Geschäft rund um Pascal und Jérémy Feyh, deren Leitsatz lautet: „Verwandle deine Selbstständigkeit in ein Unternehmen.“ Es ist ein Online-Programm — konkret ein Videokurs mit Mitgliederbereich, Arbeitsblättern und Schritt-für-Schritt-Videos. Man bekommt also keinen Dienstleister, der die Arbeit übernimmt, sondern einen strukturierten Lernweg, den man im eigenen Tempo durchläuft.
Inhaltlich bildet das Programm einen kompletten Online-Vertriebsprozess ab — von der Reichweite bis zum Abschluss. Die Logik zieht sich durch mehrere aufeinander aufbauende Module: Erst geht es um Sichtbarkeit, also darum, überhaupt von den richtigen Menschen gesehen zu werden. Dann um das Optin, das aus anonymen Besuchern greifbare Kontakte macht. Es folgen Funnel und Conversion, damit aus Interesse echte Anfragen werden — bis hin zum Telesales, dem strukturierten Verkaufsgespräch, das den Abschluss bringt. Der rote Faden ist klar erkennbar: kein loser Ideen-Haufen, sondern ein Weg mit festen Stationen.
Den kompletten Vertriebsprozess ansehen →
Was realistisch drin ist
Jetzt zu dem Teil, den viele Anbieter gern weglassen — und der hier dazugehört. Die Marke positioniert sich mit dem Ziel, planbar und automatisiert Kunden online zu gewinnen und so das eigene Geschäft zu skalieren; als Orientierung nennt sie „5- bis 6-stellige Umsätze“. Dieses Ziel gilt es richtig zu lesen: Es ist eine Positionierung und ein angestrebter Rahmen — keine Zusage, kein Garantieschein und schon gar kein Ergebnis, das von allein eintritt.
Der wohl größte Denkfehler steckt im Wort „automatisiert“. Automatisiert heißt hier: ein wiederholbarer Prozess statt Zufall — ein System, das nicht bei jedem Neukunden wieder bei null beginnt. Es heißt ausdrücklich nicht „ohne Arbeit“. Der Funnel muss aufgebaut, die Reichweite erarbeitet, die Gespräche müssen geführt werden. Was das System liefert, sind Bauplan und Werkzeug. Ob am Ende Kunden kommen, hängt von der Umsetzung, vom eigenen Angebot und vom Markt ab. Wer das akzeptiert, wird selten enttäuscht. Wer auf Kunden per Knopfdruck hofft, schon.
Was du selbst leisten musst
Damit sind wir beim entscheidenden Punkt. Ein Vertriebssystem verstärkt, was schon da ist — es ersetzt es nicht. Drei Dinge muss man selbst mitbringen:
- Ein tragfähiges Angebot. Wer noch kein Produkt, keine Dienstleistung, kein Geschäft hat, für den ist das System das falsche Werkzeug. Es macht ein gutes Angebot sichtbar — erfinden kann es keines.
- Umsetzung statt Konsum. Videos anschauen reicht nicht. Die Arbeitsblätter wollen ausgefüllt, die Schritte tatsächlich gegangen werden. Wissen, das im Mitgliederbereich liegen bleibt, bringt keinen einzigen Kunden.
- Dranbleiben. Ein Funnel läuft selten schon beim ersten Versuch rund. Es braucht Testen, Nachjustieren, Wiederholen — und genau diese Ausdauer entscheidet stärker über den Erfolg als der Kurs selbst.
Das klingt unbequemer als „Umsatz im Schlaf“ — ist aber der Grund, warum ein solches System bei denen greift, die es ernst nehmen.
Für wen es passt — und für wen nicht
Kein Programm passt für jeden, und das ehrlich zu sagen gehört zu einer fairen Einordnung. Sinnvoll ist das Online Kunden-Gewinnungs-System für Selbstständige, Dienstleister, Coaches, Berater und Unternehmer, die ein funktionierendes Angebot haben und ihre Kundengewinnung endlich vom Zufall lösen wollen — weg vom ständigen Wechsel aus Flaute und Land unter, hin zu einem planbaren Prozess. Weniger geeignet ist es für alle, die eine mühelose Abkürzung suchen oder noch gar kein Geschäft aufgebaut haben.
Über die Experten: Hinter dem Online Kunden-Gewinnungs-System steht die Marke Mehr Geschäft von Pascal und Jérémy Feyh. Ihr erklärtes Ziel ist es, aus einer Selbstständigkeit ein echtes Unternehmen zu machen — mit einem Vertrieb, der nicht von einzelnen Aktionen, sondern von einem durchdachten System getragen wird.
Unterm Strich fällt die Einordnung differenziert aus: ein durchdachtes, praxisnahes System mit klarem roten Faden — aber kein Wundermittel und keine Umsatzgarantie. Wer mit realistischen Erwartungen und echtem Umsetzungswillen herangeht, findet hier einen belastbaren Fahrplan statt leerer Versprechen. Am ehrlichsten prüft man das mit einem eigenen Blick auf die Inhalte (Werbung).
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